Robinienhonig — in Deutschland oft Akazienhonig genannt — ist der mildeste Honig den es gibt. Wer Honig kennt aber noch nie Robinienhonig probiert hat, wird überrascht sein wie wenig er nach dem schmeckt was man sonst so kennt. Kein starkes Aroma, keine Bitterkeit. Einfach flüssig, hell, süß — und dabei komplex genug um nicht langweilig zu werden.
Akazie oder Robinie — was stimmt?
Botanisch gesehen ist es eine Robinie — die Falsche Akazie, ursprünglich aus Nordamerika. In Deutschland hat sich trotzdem der Name Akazienhonig durchgesetzt und darf auch offiziell so bezeichnet werden. Für die Bienen spielt der Name keine Rolle. Die Robinie blüht im Mai — nur etwa zwei Wochen lang. In dieser kurzen Zeit fliegen die Bienen fast ausschließlich die weißen Blütentrauben an. Das Ergebnis ist ein nahezu sortenreiner Honig.
Warum bleibt er so lange flüssig?
Robinienhonig hat einen besonders hohen Fructoseanteil — das macht ihn sehr langsam kristallisierend. Während die meisten Honigsorten nach wenigen Wochen fest werden bleibt Robinienhonig oft ein Jahr und länger flüssig. Wer Honig im Tee mag ohne ihn vorher erwärmen zu müssen ist hier richtig.
Die Farbe ist hellgold bis fast wasserklar. Im Glas sieht er aus wie flüssiges Licht.
Wozu passt Robinienhonig?
Er ist der vielseitigste Honig überhaupt. Im Tee — egal welcher. Auf Joghurt, Quark oder Müsli. Zu Ziegenkäse oder Frischkäse. Als Zutat in Salatdressings wo er nicht dominiert sondern abrundet. Wer Honig zum Backen nimmt greift oft zu Robinienhonig weil er den Eigengeschmack des Gebäcks nicht überlagert.
Und für alle die Honig bisher nicht mochten weil er ihnen zu stark war — Robinienhonig ist der richtige Einstieg.
Noch ein Hinweis: Die Robinienblüte dauert nur zwei Wochen im Jahr. Schlechtes Wetter in dieser Zeit — Regen, Kälte — und die Ernte fällt gering aus. Gute Robinienjahre sind nicht selbstverständlich.
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